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TU Dresden verteidigt Status als Exzellenzuniversität

Der Moment der Entscheidung: Im Rektoratsgebäude der TU Dresden verfolgten Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft gemeinsam die Live-Übertragung – und feierten danach.
Jubel im Festsaal: 150 Gäste feierten die Entscheidung über die Exzellenz am 11. März gemeinsam – darunter Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Dirk Hilbert. © TUD
Von: Wissensland
Die TU Dresden darf sich weiter Exzellenzuniversität nennen – als einzige in Ostdeutschland. Bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr fließen ab 2027 in die Spitzenforschung. Was das für Sachsen bedeutet.

Es gibt einen Titel in der deutschen Wissenschaft, den nur wenige Universitäten tragen dürfen: Exzellenzuniversität. Die Technische Universität Dresden (TUD) gehört weiterhin dazu.Am 11. März 2026 gaben Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt, dass die TUD auch in den kommenden sieben Jahren zu den zehn Exzellenzuniversitäten in Deutschland gehört – als einzige Universität in Ostdeutschland.

Internationale Gutachter hatten die TUD zuvor umfassend geprüft. Bewertet wurden unter anderem Forschungsleistung, Strategie und Zukunftspläne der Universität. Das Ergebnis fiel klar aus. "Die erneute Bestätigung der TUD als Exzellenzuniversität ist eine herausragende Anerkennung der Entwicklung, die wir seit mehr als einem Jahrzehnt vorangetrieben haben", sagte TU-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von einem "grandiosen Erfolg für die TU Dresden und den Innovations- und Technologiestandort Sachsen“.

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Was Exzellenz konkret bedeutet

Der Titel ist kein Ehrenpreis. Er bringt Geld, Einfluss und internationales Ansehen. Zwischen zehn und 15 Millionen Euro pro Jahr erhält die TUD ab Januar 2027 aus der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. Die Mittel ermöglichen langfristige Forschungsvorhaben und neue wissenschaftliche Strukturen.

Eine wichtige Grundlage dafür sind fünf sogenannte Exzellenzcluster, große Forschungsverbünde zu zentralen Zukunftsthemen, etwa in der Mikroelektronik, bei neuen Materialien, in der Medizin oder in der Künstlichen Intelligenz. Heute gilt die TUD als patentstärkste Hochschule Deutschlands, mit erfolgreichen Ausgründungen unter anderem in Robotik, Mikroelektronik und Biotechnologie.

Ein Netzwerk als Erfolgsfaktor

Ein besonderes Merkmal der TUD ist ihre enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie arbeitet unter anderem im Forschungsverbund DRESDEN-concept mit zahlreichen außeruniversitären Instituten zusammen. Hinzu kommen Kooperationen mit der Halbleiterindustrie sowie mit dem Biotechnologie-Netzwerk BioSaxony.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ergänzte, der Exzellenzstatus strahle weit über die Universität hinaus: "Davon profitiert das gesamte Wissenschaftsland Sachsen.“ Die nächste Förderphase beginnt am 1. Januar 2027.

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