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Tätersuche läuft: FSV Zwickau verurteilt Rassismus-Vorfall

Tätersuche läuft: FSV Zwickau verurteilt Rassismus-Vorfall
Raphael Assibey-Mensah (M) spielte selbst ein Jahr in Zwickau. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Ein rassistischer Ausruf sorgt beim Regionalligaspiel zwischen Zwickau und Erfurt für einen Eklat. Der Verein verurteilt die Vorkommnisse und will nun den Täter ermitteln. Erste Videos könnten helfen.

Der FSV Zwickau hat die Rassismus-Vorkommnisse im Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt verurteilt und Maßnahmen zur Ermittlung des Täters eingeleitet. «Es kotzt uns an, dass so etwas passiert – und auch die damit verbundene Machtlosigkeit. Fußball darf emotional sein und auch mal rau werden, aber es gibt Grenzen. Rassismus ist keine Beleidigung, sondern ein inakzeptabler Angriff auf die Würde von Menschen», sagte Geschäftsführer André Beuchold in einer Mitteilung des Vereins.

Man wolle als Verein «verbinden und nicht ausgrenzen. Dafür brauchen wir eine klare Haltung – auf dem Platz und auf den Rängen». Zivilcourage und ein gemeinsames Verständnis für die Grenzen des Sagbaren seien entscheidend, um ein respektvolles Miteinander zu gewährleisten, hieß es weiter. Der FSV spricht sich in diesem Zusammenhang für einen gemeinsamen Verhaltenskodex im Stadion aus.

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Bildaufnahmen vom mutmaßlichen Täter

Unmittelbar nach Spielende wurden erste Maßnahmen eingeleitet. In Zusammenarbeit mit dem betroffenen Spieler Raphael Assibey-Mensah wurden Videoaufnahmen gesichtet. Nach Angaben des Vereins liegen Bildaufnahmen eines mutmaßlichen Täters vor. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und den zuständigen Behörden übergeben.

Der Erfurter Spieler Assibey-Mensah berichtete nach dem Spiel von Anfeindungen gegen seinen Teamkollegen Benny Boboy und ihn. «Benny hat einen Spieler gefoult und ein Mann aus dem Fanblock rief ‚Afrikaner raus!‘ Ich habe ihn direkt zur Rede gestellt, aber er hat weiter herumgebrüllt», sagte Assibey-Mensah. Schiedsrichter Johannes Schipke unterbrach nach dem Hinweis von Assibey-Mensah das Spiel für etwas mehr als fünf Minuten. 

Der Regionalligist aus Westsachsen hat sich für die Vorkommnisse bei den Thüringern entschuldigt. «Unsere Solidarität gilt den betroffenen Spielern. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die Vorfälle – insbesondere bei den Spielern sowie beim FC Rot-Weiß Erfurt».

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