Fußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg hat sich nach fünf Spieltagen in der Spitzengruppe festgesetzt und nebenbei auch zu neuer Variabilität in der Offensive gefunden. Dabei glänzte beim 3:0-Erfolg über die bis dahin ungeschlagenen Gäste aus Kaiserslautern vor allem Neuzugang Emmanuel Iyoha auf der rechten Angriffsseite. Dem 28-Jährigen gelang der erste Doppelpack seiner Karriere, und entsprechend gelöst zeigte sich der Angreifer danach. «Wir waren vorne einfach eiskalt», sagte er. «Das ist eine Qualität, die wir haben. Es macht einfach für alle Spaß aktuell.» Mit drei Saisontoren in fünf Partien sammelte Iyoha schon so viele Treffer wie zuvor in drei Saisons in Düsseldorf. Dort allerdings agierte er meist auf der Verteidigerposition auf der Außenbahn, in Magdeburg haben sie ihn wieder zum Angreifer gemacht. Mit solchen Umstellungen kennt sich FCM-Trainer Petrik Sander aus - schon in der Vorsaison funktionierte er den polnischen Neuzugang Mateusz Zukowski vom Rechtsverteidiger zum Mittelstürmer um. Der dankte das mit 19 Saisontreffern. In dieser Saison ist Zukowski noch nicht so ins Rollen gekommen, hat aber dafür Nebenleute, die für Treffer sorgen. Fünf verschiedene Torschützen erzielten die zehn Treffer des FCM, an der Spitze stehen Iyoha und Alexander Nollenberger mit je drei Toren, dahinter folgt Zukowski mit zwei Treffern. Die starke Abhängigkeit von den Toren des Polen scheinen die Magdeburger abgelegt zu haben. Die Konkurrenz sieht Iyoha positiv: «Wir pushen uns gegenseitig», und man sehe auch wie Baris Atik «sich für einen freut. Jeder freut sich für jeden, das ist sehr herzlich.» Das könnte in der nächsten Partie wichtig werden, denn am Freitag treten die Magdeburger in Fürth an. Gegen das «Kleeblatt» gab es in der Vorsaison maximales Spektakel - beide Spiele endeten jeweils mit einem 5:4-Auswärtssieg, in Fürth traf Zukowski gleich vierfach. Auch wenn sich der FCM gegenüber dem Vorjahr auch defensiv stabiler präsentiert und sich wohl nicht auf einen offenen Schlagabtausch einlassen will: Es dürfte schon beruhigend sein, dass es in der Offensive läuft. Bei den Vorlagengebern ist Magdeburg sogar noch flexibler - neben Baris Atik mit vier Assists gaben noch sechs weitere Spieler je eine Vorlage. Darunter auch Moritz-Broni Kwarteng: Der Rückkehrer auf der Zehn findet sich beim FCM immer besser zurecht. Halten die Magdeburger den positiven Trend und holen die drei Punkte in Franken, können sie mit beruhigenden zwölf Punkten in die Länderspielpause gehen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVom Defensivspieler zum Angreifer - schon wieder
Gibt es wieder Spektakel in Fürth?