Logo Die Sachsen News

Nach sechs Spielen: SGD blickt auf die nächsten Aufgaben

SGD Geschäftsführer Sören Gonther in schwarzer Jacke vor einer Tribüne im Stadion
Sören Gonther blickt auf die nächsten Aufgaben der SGD.(Bild: (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa)
Nach dem durchwachsenen Saisonstart nutzt die SGD die lange Länderspielpause zur Analyse, Erholung und gezielten Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben.

Nach sechs Spieltagen in der 2. Bundesliga und dem DFB-Pokalauftritt ist bei der SGD erstmals in dieser Saison etwas mehr Luft. Die ungewöhnlich lange Länderspielpause bietet der Mannschaft die Gelegenheit, die vergangenen Wochen aufzuarbeiten und gleichzeitig neue Kräfte für die kommenden Aufgaben zu sammeln.

Mehr Punkte wären möglich gewesen

Sportgeschäftsführer Sören Gonther zieht trotz des bisherigen Tabellenstands ein grundsätzlich positives Fazit. Vier Punkte aus sechs Ligaspielen entsprechen zwar nicht den eigenen Vorstellungen, dennoch sieht Gonther keinen Grund für Hektik. Die zweite Liga habe einmal mehr gezeigt, wie eng die Spiele beieinanderliegen und wie viel in einzelnen Situationen entschieden werde. „Diese zweite Liga ist wieder genauso umkämpft und hart, wie wir sie vor der Saison erwartet haben“, erklärt Gonther.

Aus Sicht der SGD wäre in den bisherigen Begegnungen durchaus mehr möglich gewesen. Vor allem bei der Chancenverwertung und bei bestimmten Entscheidungen auf dem Platz sieht Gonther noch Potenzial. „Mit etwas mehr Effizienz und teils klareren Entscheidungen wäre durchaus mehr drin gewesen“, sagt der Sportgeschäftsführer. Nun gehe es darum, die notwendigen Ergebnisse wieder auf die eigene Seite zu ziehen.

Dass die sportlichen Voraussetzungen dafür vorhanden sind, daran lässt Gonther keinen Zweifel. Sowohl der Kader als auch das Trainerteam seien in der Lage, die entsprechenden Entwicklungen anzustoßen. „Dass wir sowohl die Mannschaft als auch das Trainerteam dafür haben, das steht außer Frage“, betont er. Die anstehende Pause soll deshalb gezielt genutzt werden, um im Training an den Punkten zu arbeiten, die in den ersten Spielen noch nicht optimal funktioniert haben.

Entwicklung braucht Geduld

Auch wenn die aktuelle Tabellenposition nach sechs Begegnungen bereits eine gewisse Aussagekraft besitzt, will die Sportgemeinschaft die Situation nicht überbewerten. Gonther verweist dabei auch auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zur vergangenen Saison. Vier Punkte bedeuten diesmal einen Zähler weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison.

Gleichzeitig mahnt der Sportgeschäftsführer dazu, die Erwartungen nicht zu schnell nach oben zu schrauben. Die starke Rückrunde der vergangenen Spielzeit und eine positive Vorbereitung hätten im Umfeld verständlicherweise für Vorfreude gesorgt. „Das ist aber völlig normal für das Umfeld eines Traditionsvereins und soll auch immer so bleiben“, sagt Gonther.

Entscheidend sei jedoch, die langfristige Entwicklung im Blick zu behalten. Das Ziel bleibe, sich dauerhaft in der 2. Bundesliga zu etablieren und auch in der kommenden Saison in dieser Liga anzutreten. Dafür brauche es kontinuierliche Arbeit und Geduld. „Wir wollen uns in der 2. Bundesliga etablieren und auch in der nächsten Saison in dieser Spielklasse dabei sein“, stellt Gonther klar. Gleichzeitig müsse allen bewusst sein, dass Entwicklung im Fußball nicht geradlinig verlaufe.

Lange Pause bietet mehrere Möglichkeiten

Die aktuelle Unterbrechung sieht Gonther mit gemischten Gefühlen. Einerseits könne die ungewöhnlich lange Pause dabei helfen, einen klaren Schnitt zu machen und die vergangenen Ergebnisse hinter sich zu lassen. „Die Pause kann ein guter Moment sein, um einen kleinen Schnitt zu machen, mögliche Negativerlebnisse abzuschütteln und gewisse Themen noch einmal spezifischer zu trainieren“, erklärt er.

Besonders profitieren könnten die Spieler, die zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Sie erhalten zusätzliche Zeit, um wieder körperliche Substanz aufzubauen. Auch die beiden jüngsten Neuzugänge Patrice und Kenny können die zusätzlichen Trainingseinheiten nutzen, um sich noch besser an die Mannschaft und die Abläufe zu gewöhnen. „Die zusätzliche Trainingsarbeit mit der Mannschaft wird ihnen gut tun“, so Gonther.

Andererseits bringt eine Pause immer auch einen Nachteil mit sich: Nach einem unbefriedigenden Ergebnis möchte eine Mannschaft häufig möglichst schnell wieder auf den Platz, um den letzten Eindruck zu korrigieren. Auch diesen Aspekt sieht Gonther: „Man könnte aber auch sagen, dass man am liebsten schnell weiterspielen möchte, um den letzten Eindruck zu korrigieren.“

Trainer Thomas hat sich deshalb bewusst dafür entschieden, seinen Spielern zu Beginn der Unterbrechung einige freie Tage zu geben. Diese Zeit sollen die Profis im Kreis ihrer Familien verbringen und den Kopf freibekommen. Anschließend richtet sich der Fokus wieder vollständig auf den Fußball. Im Mittelpunkt stehen dann das Testspiel im tschechischen Teplice sowie die folgenden Pflichtspiele.

Auch abseits des Platzes bleibt viel zu tun

Für Gonther selbst bedeutet die Länderspielpause ebenfalls keine vollständige Auszeit. Die zurückliegenden Transferwochen und der Saisonbeginn seien intensiv gewesen, doch auch in den kommenden Wochen warten zahlreiche Aufgaben. „Der Transfersommer und die Startphase waren sicherlich intensiv“, blickt der Sportgeschäftsführer zurück.

Sein nächster Termin führt Gonther nach Lissabon. Mit Urlaub hat die Reise allerdings nichts zu tun, sie ist ausschließlich beruflich veranlasst. Ein wenig Zeit für die Familie soll dennoch bleiben. „Für mich geht es jetzt zunächst nach Lissabon – was zumindest nach Urlaub klingt, aber ausschließlich beruflicher Natur ist“, sagt Gonther mit einem Augenzwinkern.

Anschließend soll der Fokus wieder vollständig auf den kommenden Aufgaben liegen. Trotz des durchwachsenen Saisonstarts bleibt die Marschroute bei der SGD klar: Ruhe bewahren, die bisherigen Spiele sachlich analysieren und die Pause nutzen, um die Mannschaft bestmöglich auf die nächste Phase vorzubereiten.