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Nach Kopfverletzung: Dynamo-Star für Osnabrück fraglich

Dynamo-Spieler Thomas Keller und Tim Schreiber
Thomas Keller (l.) zog sich beim Spiel von Dynamo Dresden in Braunschweig eine Gehirnerschütterung zu. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Thomas Keller fehlt Dynamo Dresden nach einer Gehirnerschütterung nach dem 2:2 in Braunschweig. Ein Einsatz in Osnabrück ist offen.

Für Dynamo Dresden rückt das nächste Ligaspiel beim VfL Osnabrück angesichts der gesundheitlichen Situation von Thomas Keller in den Hintergrund. Der 25-Jährige hat sich beim 2:2 in Braunschweig eine Gehirnerschütterung zugezogen. Wann der Innenverteidiger wieder auf dem Platz stehen kann, ist derzeit völlig offen.

Verletzung beim wichtigen Ausgleich

Ausgerechnet beim Dresdner Ausgleichstreffer kam es zur folgenreichen Szene. Keller setzte sich beim Kopfball durch und prallte dabei mit zwei Braunschweiger Spielern zusammen. Sowohl Kevin Ehlers als auch Torhüter Ron-Thorben Hoffmann waren an dem Zusammenprall beteiligt.

Nach dem Schlusspfiff konnte Keller zunächst noch Interviews geben. Die Beschwerden entwickelten sich offenbar erst später, als die unmittelbare Anspannung des Spiels nachließ. Dann traten die typischen Probleme einer Gehirnerschütterung stärker in den Vordergrund.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm will deshalb keinerlei Risiko eingehen. Für ihn spielt es keine Rolle, ob Keller für die Partie in Osnabrück rechtzeitig fit wird. Entscheidend sei ausschließlich, dass der Spieler vollständig gesund werde.

Stamm lässt Keller alle Zeit

Einen festen Zeitplan für die Rückkehr gibt es nicht. Keller soll die notwendige Ruhe bekommen und selbst wieder das Gefühl entwickeln, dass ein Einsatz möglich ist. Zusätzlich soll die medizinische Abteilung beurteilen, ob eine Rückkehr auf den Fußballplatz bereits verantwortbar ist.

Stamm betont dabei, dass bei Kopfverletzungen besondere Vorsicht gefragt ist. Eine schnelle Genesung sei zwar möglich, lasse sich aber nicht zuverlässig vorhersagen. Deshalb sei auch ein Einsatz in Osnabrück derzeit weder ausgeschlossen noch fest eingeplant.

Beispiel Pauli zeigt die Risiken

Wie langwierig die Folgen einer Gehirnerschütterung sein können, zeigt das Beispiel Julian Pauli. Der 21-Jährige erlitt bereits während seiner Zeit beim 1. FC Köln eine solche Verletzung und fiel anschließend für mehrere Monate aus. Im Frühjahr kam es nach seinem Wechsel zu Dynamo zu einer weiteren Gehirnerschütterung.

Auch deshalb soll bei Keller nichts überstürzt werden. Dynamo will kein unnötiges Risiko eingehen und wird den Verteidiger nur dann wieder einsetzen, wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Für Thomas Stamm steht die Reihenfolge eindeutig fest: Erst muss Keller wieder vollständig gesund sein, danach geht es um den Fußball. Ob das bereits für Osnabrück reicht, ist aktuell offen und für den Dynamo-Trainer letztlich auch nicht das Entscheidende.