Eigentlich sind Ehrlichkeit und Ehrgeiz zwei löbliche Tugenden. Doch Oliver Glasner werden sie - so scheint es - am Arbeitsplatz bisweilen zum Verhängnis. Denn obwohl der Trainer von Crystal Palace mit dem vor seiner Amtszeit titellosen Mittelklasseclub am Mittwoch in der Conference League bereits die dritte Trophäe binnen zwei Jahren gewinnen kann, ist sein Abschied bereits beschlossen. Mal wieder.
Glasner anzustellen, kann eine Herausforderung sein. Er bringt unermüdlichen Tatendrang sowie massiven Ehrgeiz mit - und verlangt dasselbe von jedem im Club. Das führte in der Vergangenheit immer mal wieder zu Reibereien mit der Chefetage. «Für Oliver müssen die Bedingungen passen», erklärt Palace-Boss Steve Parish. «Es geht darum, dass er Bedingungen vorfindet, um seine Ziele zu erreichen. Oliver will Dinge gewinnen.»