Mit zuletzt zehn von möglichen zwölf Punkten hat der 1. FC Magdeburg die Abstiegszone in der 2. Bundesliga verlassen. Am ersten Jahrestag des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt siegte das Team beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (2:0) und gab den Anhängern an diesem schwierigen Tag einen kleinen Anlass zur Freude.
«Es war nicht einfach, an diesem Tag Fußball zu spielen. Wir sind froh, dass wir all denen, die Angehörige verloren haben, die in Magdeburg jetzt trauern, ein bisschen was wiedergeben konnten,» sagte FCM-Trainer Petrik Sander. Torsten Lieberknecht, Trainer des Gastgebers Kaiserslautern, nannte es «eine Schande, die Ansetzung heute zu tätigen und dem 1. FC Magdeburg kein Gehör zu schenken». Im Vorfeld hatte es einige Diskussionen um den Spieltermin am Jahrestag gegeben.
Die FCM-Fans hatten eine Choreographie gezeigt, die an den Anschlag erinnerte, die Magdeburger Mannschaft lief mit Trauerflor auf. Auf dem Platz setzten die Gäste ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fort, nutzten gleich ihre erste Torchance zur Führung durch Baris Atik (22. Minute). Mateusz Zukowski (35.) und Alexander Nollenberger (49.) erhöhten noch, bevor dem FCM das Spiel für zehn Minuten entglitt und Kaiserslautern den Anschluss machte.