Leipzig (dpa) -
Emotionen pur nach Cottbuser Aufstieg
Nach dem 1:0 beim SSV Jahn Regensburg brachen beim FC Energie Cottbus alle Dämme. Die mitgereisten Fans, die das Spiel zu einem Heimspiel machten, stürmten den Rasen. Kapitän Axel Borgmann weinte vor Glück, Präsident Sebastian Lemke kündigte einen Feiermarathon an. Zwölf Jahre lang währte die Durststrecke, bis nun endlich wieder Zweitliga-Fußball in der Lausitz gespielt wird. Trainer Claus-Dieter Wollitz hob aber gleich mahnend den Finger. «Ich hoffe, dass der Club etwas daraus macht. Gerade in der Euphorie macht man viele Fehler», sagte Wollitz bei MagentaSport.
Das Feiern wollte er aber niemandem verbieten. «Bei mir kommt das erst alles etwas später. Ich bin stolz ein Teil davon zu sein», sagte Wollitz und kündigte an: «Die Jungs wissen, dass ich ein Feierbiest bin. Die werden sich noch wundern.»
Lemke blickte in der Stunde des Erfolgs zurück: «Das ist der Höhepunkt einer Reise. Wir haben den Verein vor fünf Jahren übernommen, als er am Boden lag, finanziell und sportlich. Es war alles zugrunde gerichtet. Wir haben in einem kleinen Team geschafft, ihn wieder aus dem Mittelmaß der 4. Liga hochzuholen», sagte der Präsident und Wollitz betonte: «Die Spieler als Menschen verstehen – das ist unser Schlüssel. Wir haben von oben keinen Druck gekriegt – auch bei Niederlagen in der Regionalliga. Ich habe die Jungs komplett mitgenommen.»