Durch Kita-Schließungen aufgrund des Geburtenknicks in Sachsen drohen laut Paritätischem Wohlfahrtsverband und der Gewerkschaft GEW Versorgungslücken im ländlichen Raum. Die sinkenden Kinderzahlen und gleichzeitig bleibenden Fixkosten würden Kitas vor riesige Kostenprobleme stellen, sagte Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Sachsen.
Kitas müssen wegen sinkender Kinderzahlen schließen
Das führe dazu, dass einzelne Kita-Standorte geschlossen werden müssen. Im vergangenen Jahr fielen bereits 15 Einrichtungen weg, wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht. «Es entstehen weiße Flecken im Land», warnte Richter. Außerhalb von Leipzig, Dresden und Chemnitz liege die nächste Kita oft nicht auf dem Weg zur Arbeit, sondern in entgegengesetzter Richtung. «Das heißt, es entstehen Riesenwege, die Kita im Umfeld der Familie ist weg.»