Mehrere Tausend Menschen haben sich zum Christopher-Street-Day (CSD) im ostsächsischen Bautzen versammelt. Die Polizei sprach von rund 3.000 CSD-Teilnehmern und rund 400 Menschen bei einer Unterstützer-Demo. Auf der anderen Seite nahmen laut Polizei rund 500 Menschen an einer Gegenveranstaltung «gegen Genderwahn» teil. Damit fiel der Gegenprotest kleiner aus als im Vorjahr, als sich rund 680 Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum versammelt hatten.
Polizei sichert Versammlung mit Großaufgebot
Nach Aggressionen gegen den CSD im vergangenen Jahr begleitete die Polizei die Versammlungen diesmal mit einem Großaufgebot und trennte die Lager.
Zum Abschluss bewertete die Polizei die Demonstrationen als weitgehend friedlich. Es sei zu keinen größeren Ausschreitungen oder körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Dennoch habe es Situationen gegeben, in denen die Polizisten hätten eingreifen müssen.
Knapp 20 Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden, vor allem wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Außerdem habe es Fälle von Körperverletzung, Raub, Diebstahl und Beleidigung gegeben.