Sachsen will mit einer eigenen Fahndungsgruppe den Kontrolldruck an den Grenzen zu Polen und Tschechien erhöhen. Das kündigte Innenminister Armin Schuster (CDU) bei einem Besuch in Görlitz an. Die Einheit mit dem Kürzel FGG (Fahndungsgruppe Grenze) soll vom 1. Oktober an in Seifhennersdorf im Bereich der Polizeidirektion Görlitz und am 1. November 2025 in Pirna in Regie der Polizeidirektion Dresden ihre Arbeit aufnehmen. An beiden Standorten sollen jeweils zwölf Beamte zusätzlich zum Einsatz kommen und in Uniform oder Zivil ihren Dienst verrichten.
Neben der Zurückdrängung illegaler Migration steht die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität im Fokus, dabei geht es etwa um Eigentums- und Drogendelikte. Der örtliche Schwerpunkt liege im grenznahen Raum abseits der Bundesautobahnen. Dabei stimmen sich die Beamten der neuen Gruppe mit den bereits existierenden gemeinsamen Fahndungsgruppen von Landespolizei und Bundespolizei sowie einer Spezialeinheit zur Bekämpfung des Autodiebstahls ab.