Lutherstadt, Hansestadt, Bad - in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen führen zahlreiche Städte einen offiziell verliehenen Titel. Doch noch viel mehr der rund 1.200 Städte und Gemeinden in den drei Ländern schmücken sich mit inoffiziellen Beinamen. Warum tun sie das? Und welche regionalen Besonderheiten heben sie damit hervor?
Erinnerung an Baumkuchen-Tradition
Salzwedel ist Hansestadt - ein regulärer Titel, den man nur mit einem historischen Bezug zur mittelalterlichen Hanse führen darf. Zusätzlich nennt sich die 23.000-Einwohner-Stadt in der Altmark auch noch «Baumkuchenstadt» - und erinnert damit an die Tradition des bis heute beliebten Feingebäcks.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts produzierten mehrere Konditoren die süße Spezialität - und sollen damit auch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen begeistert haben. Später belieferten Salzwedeler Unternehmer den königlichen Hof. Noch heute werden im Norden Sachsen-Anhalts Baumkuchen hergestellt.