Die Länderregierungschefs fordern die Bundesregierung zum Handeln gegen stark gestiegene Spritpreise auf, pochen auf eine Lösung für die Finanzmisere der Kommunen und sympathisieren mit Beschränkungen der Social-Media-Nutzung von Jugendlichen. Konkrete Forderungen formulierte die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) in Berlin für mehr Sicherheit in Zügen. Beim Thema Kommunalfinanzen liegen Länder und Bund weit auseinander.
Spritpreise
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der Co-Vorsitzender der MPK ist, sagte mit Blick auf die infolge des Iran-Krieges stark gestiegenen Spritpreise: «Das geht nicht mit rechten Dingen zu». Er sprach sich dafür aus, gegen mögliche Zusatzgewinne auf Kosten der Verbraucher vorzugehen. «Das Kartellamt muss jetzt tätig werden und muss dafür sorgen, dass das aufhört.»
Wenn der Kraftstoff an den Zapfsäulen noch aus Beständen stamme, die zu niedrigeren Preisen eingekauft worden seien, sei der Ärger vieler Autofahrer nachvollziehbar, sagte der MPK-Vorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). Gegen solche Praktiken gebe es rechtliche Mittel, sagte er und verwies auf das Kartellrecht. Dieses müsse nun «offensiv auch genutzt werden».