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Leag baut riesigen Batteriespeicher am Standort Boxberg

Leag baut riesigen Batteriespeicher am Standort Boxberg
Auf der Fläche, auf der vor einem Jahr Kühltürme des Altkraftwerks gesprengt wurden, soll die „GigaBattery Boxberg 400“ entstehen (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Leag baut mit einem chinesischen Energiespeicheranbieter und Siemens Energy einen riesigen Stromspeicher im sächsischen Boxberg. Die Anlage soll Schwankungen bei erneuerbaren Energien ausgleichen.

Der Energiekonzern Leag will den Aufbau großer Batteriespeicher in Ostdeutschland weiter vorantreiben. Die Tochterfirma Leag Clean Power habe einen Liefer- und Bauvertrag für den geplanten Giga-Batteriespeicher am sächsischen Kraftwerksstandort Boxberg (Landkreis Görlitz) geschlossen, teilte der Konzern in Cottbus mit. Partner ist die deutsche Tochterfirma des chinesischen Energiespeicheranbieters HyperStrong.

Wo einst Kühltürme standen, entsteht ein Speicherriese

Auf einer rund sechs Hektar großen Fläche, auf der vor einem Jahr Kühltürme des früheren Kraftwerks gesprengt wurden, soll die «GigaBattery Boxberg 400» entstehen. Vorgesehen sind eine Anschlussleistung von 400 Megawatt und eine Speicherkapazität von 1.600 Megawattstunden. Nach Angaben des Unternehmens ließe sich damit der Stromverbrauch von etwa 640.000 Haushalten für vier Stunden decken. Die Anlage solle Einspeiseschwankungen erneuerbarer Energien ausgleichen und das Netz stabilisieren.

Die Giga-Batterie soll auf Lithium-Eisenphosphat-Speichern basieren, die HyperStrong liefert und integriert. Siemens Energy übernimmt demnach die gasisolierte Schaltanlage für den Anschluss an das 380-Kilovolt-Netz. Boxberg ist nach Leag-Angaben das zweite Großspeicherprojekt des Unternehmens nach Jänschwalde in Brandenburg. Beide Orte sollen zentrale Standorte der geplanten «GigawattFactory» werden, mit der Leag ihr Energiespeicher- und Erneuerbaren-Portfolio ausbauen will.

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Am Dienstag hatte die EU-Kommission Staatshilfen von bis zu 1,75 Milliarden Euro für die Leag genehmigt. Damit soll der Konzern für den gesetzlich festgelegten vorzeitigen Ausstieg aus der Braunkohle entschädigt werden - unter anderem für Rekultivierungs- und Sozialkosten.

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