Sachsen ist im Vorjahr um 18 neue Stiftungen reicher geworden. Auch in diesem Jahr hält das Engagement an. Am Donnerstag bekam eine von Geschäftsmann Fritz Albert Straub ins Leben gerufene Stiftung ihre Urkunde. Sie trägt den Namen Areopag - benannt nach einer antiken Stätte in Athen - und möchte vor allem Kunst, Kultur und den Erhalt des kulturellen Erbes fördern. Ferner setzt sie sich für Toleranz und Völkerverständigung ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Demokratie, Erziehung und Bildung, hieß es.
Unternehmer Fritz Straub: Ich betrachte mein Leben als Glücksfall
Straub, der aus einfachen Verhältnissen stammt, bezeichnete sein Leben als Glücksfall. Mit dem Verkauf seiner Firmenanteile habe er Geld übrig: «Mit 83 Jahren ändert sich mein Leben nicht mehr. Ich kaufe mir keinen Ferrari oder so etwas», sagte der Unternehmer. Er habe in seinem Leben eine ganze Menge geschenkt bekommen, deshalb sei der Schritt zur Stiftung nur logisch. Er wolle die Werte zurückgeben, die ihm selbst geholfen haben, sein Leben zu leben: «Die Werte, an die ich glaube und von denen ich hoffe, dass sie auch in dieser heutzutage schwierigen Zeit und auch in Zukunft eine Rolle spielen können.»
Mäzenatentum in Zeiten des Wandels ein starkes Signal
Nach den Worten von Regina Kraushaar, Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, ist ein solches Mäzenatentum «gerade in Zeiten des Wandels ein ganz starkes Signal an die Menschen im Freistaat». Straub sei ein großartiger Mensch und engagierter Unternehmer. «Dass er nun – nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn – Stifter geworden ist, erscheint mir als geradezu logischer Schritt.»