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Nach Wirbel um Buchhandlungspreis Protest vor Buchmesse

Nach Wirbel um Buchhandlungspreis Protest vor Buchmesse
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht in der Kritik. (Archivbild) / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Von: DieSachsen News
Der Kulturstaatsminister streicht drei linke Buchläden aus einer Preisliste und sorgt damit für Kritik. In Leipzig hat ein Aktionsnetzwerk zu einer Protestkundgebung vor der Buchmesse aufgerufen.

Nach der Streichung dreier linker Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchpreis formiert sich weiter Widerstand. Das Aktionsnetzwerk «Leipzig nimmt Platz» hat für den Vorabend der Leipziger Buchmesse am 18. März zu einer Protestkundgebung auf dem Augustusplatz aufgerufen. «Wer heute Buchhandlungen ausgrenzt, wird morgen vor Büchern nicht Halt machen», hieß es in dem Aufruf. 

Eine staatlich verordnete Kulturpolitik sei Kennzeichen autoritärer Regime, so das Netzwerk. Die Aktion des zivilgesellschaftlichen Bündnisses, das sich eigenen Angaben nach antifaschistisch engagiert, richte sich «Gegen Zensur und Autoritarismus».

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte die Buchläden wegen «verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse» von der Liste streichen lassen und damit für massive Kritik gesorgt. Inzwischen hat er auch die ursprünglich für den 19. März geplante Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises auf der Leipziger Buchmesse komplett abgesagt.

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