Fragt man Stephan Seeger, den geschäftsführenden Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, nach dem Schriftsteller Erich Loest (1926-2013), dann fällt sein Urteil eindeutig aus: «In Leipzig ist er noch sehr präsent. Aber in der großen Öffentlichkeit, in der großen Allgemeinheit ist es still geworden, und das hat er nicht verdient».
Die Medienstiftung nimmt den 100. Geburtstag von Loest am 24. Februar zum Anlass, um eine Sonderausgabe einer nach ihm benannten Auszeichnung zu verleihen. Der mit 10.000 Euro dotierte Erich-Loest-Preis geht am Dienstag an den aus Dresden stammenden Schriftsteller Durs Grünbein.
Turnusmäßig wird der Preis alle zwei Jahre vergeben, die nächste reguläre Verleihung steht 2027 an. Der Preis würdigt laut Stiftung Menschen, die sich wie Loest offen - und gerne auch streitbar - für die Demokratie einsetzen.