Vom Corona-Kinderzimmer hinaus auf die ganz große Bühne - so in etwa lässt sich kurz der Weg des Leipziger Musik-Newcomers Yung Pepp beschreiben. Der 17-jährige Indie-Rapper sorgt derzeit für Aufmerksamkeit. Zehntausende Fans verfolgen das Geschehen auf seinen Accounts in den sozialen Medien. Sein wohl bekanntester Song «Wassereis» kommt auf fast eineinhalb Millionen Abrufe im Streaming-Portal Spotify.
Es scheint das Jahr des Durchbruchs für den Leipziger zu werden: Im Januar spielte er seine erste Solo-Tour. Seine Musik lässt sich am ehesten im modernen Indie-Pop verorten. Heute veröffentlicht er seine neue Single «Laut Sein (Immer)». Seine gleichnamige, zweite EP soll im August erscheinen. Es folgen 20 Festival-Shows im Sommer - darunter das heute beginnende «splash!»-Festival. Im Oktober geht Yung Pepp auf seine mittlerweile zweite Tour in diesem Jahr.
Seine Musik trifft einen Nerv. Seine Texte sind geprägt von Zukunftsängsten angesichts von Kriegen und Krisen. «Ja, ich bin noch nicht 18 und die Welt liegt schon in Trümmern», heißt es etwa in «Laut Sein (Immer)». Hinzu kommen Texte über die Freuden und Leiden des Erwachsenwerdens, Melancholie und Schwermut und die politische Haltung gegen erstarkenden Rechtsextremismus.