Rund 70 Künstler und Kollektive aus dem In- und Ausland haben in Chemnitz ein ehemaliges Krankenhaus in eine Galerie für urbane Kunst verwandelt. Ab diesem Freitag öffnet das mehr als 16.000 Quadratmeter große Areal mit drei Gebäuden für Besucher. Neben Graffiti und Streetart wird Besuchern an den drei Wochenenden auch ein musikalisches Programm mit Jazz, Funk, Soul und Pop geboten, ebenso wie Ausstellungen zur Geschichte des Komplexes.
Künstler positionieren sich zum Gaza-Krieg
Vor allem der Gaza-Krieg und das Leid der Zivilbevölkerung hat Künstler in diesem Jahr beschäftigt. «DEUTSCHLAND MORDET MIT» hat Luke Carter an eine Wand geschrieben. Um die Ecke zeigt eine Darstellung einen Israeli und einen Palästinenser freundschaftlich verbunden, jeder mit einer Träne in den Augen. Darunter steht «NO PRIDE IN GENOCIDE» (Nicht stolz auf Völkermord). Eine andere Arbeit von Gino Dambrowski zeigt eine Mutter mit ihrem vier Jahre alten Kind, das bei einem israelischen Luftangriff ums Leben gekommen ist. Darüber steht nur ein Wort: «STAATSRÄSON».