Die Sorben in der Lausitz erhalten auch in den kommenden Jahren finanzielle Unterstützung des Bundes und der Länder Sachsen und Brandenburg. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und die Regierungschefs Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD) unterzeichneten ein Abkommen zur weiteren Förderung der Stiftung für das sorbische Volk bis zunächst 2030, wie sie mitteilten. Dabei geht es um den Erhalt von Brauchtum, Kultur und der sorbischen Sprache.
Die Sorben sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Die Nachkommen slawischer Stämme pflegen Brauchtum und Tradition. In Brandenburg steht der ältere Begriff Wenden offiziell gleichberechtigt neben der Bezeichnung Sorben.
In diesem Jahr wird die Stiftung nach Angaben des Bundesinnenministeriums und der beiden Länder mit knapp 29,3 Millionen Euro gefördert. Der Bund trägt die Hälfte, Sachsen ein Drittel und das Land Brandenburg ein Sechstel der Finanzierung. Für die Jahre 2027 bis 2030 sollen die jeweiligen Beträge zunehmen, um Kostensteigerungen auszugleichen. Die Förderung aller drei Partner soll 2030 laut Brandenburger Kulturministerium knapp 33 Millionen Euro liegen.