In den Ferien zieht es viele Menschen in Harz, Erzgebirge oder den Thüringer Wald. Dort werben Tourismusorganisationen mit Gästekarten, die kostenlose Bus- und Bahnfahrten oder Rabatte versprechen. Nach Einschätzung von Sven Groß, Professor für Tourismusforschung an der Hochschule Harz, sind diese Angebote zwar ein Erfolgsmodell, das über die Jahre ausgebaut worden ist, sie bilden aber oft nicht die gesamte Urlaubsregion aus Gastsicht ab.
Aus wissenschaftlicher Sicht sei es sinnvoll, Gästekarten entlang einer Tourismusregion und weniger entlang von Kreis- und Ländergrenzen zu schneiden. Die rechtliche Ausgestaltung, die Finanzierung und die Einigung mit den beteiligten Verkehrsunternehmen machten aber oft Schwierigkeiten.