Stagnierende Honorare, Medikamente, die nicht lieferbar sind, Konkurrenz durch Online-Anbieter - Sachsens Apotheker haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Folge: Gut 30 Prozent der Apotheken schreibt nach Zahlen des Landesverbandes rote Zahlen oder gilt wirtschaftlich als gefährdet. Deswegen werden Investitionen zurückgestellt und haben es solche Apotheken schwer, einen Nachfolger zu finden, wenn der Inhaber in Rente geht. Trotz alternder Bevölkerung hält das Apotheken-Sterben an. Weitere Wege sind die Folge. Am 23. März ist nun eine bundesweite Protestaktion geplant.
«Die Zahl der Apotheken geht seit Jahren zurück», beklagt Reinhard Groß, Vorstandsmitglied im Sächsischen Apothekerverband. Allein im vergangenen Jahr haben 18 Apotheken aufgegeben, nur fünf kamen neu hinzu. In den vergangenen zehn Jahren sind mehr als 120 Apotheken in Sachsen von der Bildfläche verschwunden, aktuell sind es noch 864 landesweit.