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Kochsternstunden 2026: Kleiner Frank ganz groß

Kochsternstunden Sieger
Siegerehrung der Kochsternstunden (Bild: Michael Schmidt - www.schmidt.fm)
Von: Ulrich van Stipriaan
petit frank gewinnt die Kochsternstunden 2026 in Sachsen – Rekordzahlen, 50 Restaurants, 14.889 Menüs und 9.802 Bewertungen.

Die 16. Kochsternstunden sind entschieden: Frank Ollhoff vom "petit frank" stand gleich zweimal ganz oben auf dem Siegertreppchen – als beste Servicekraft und (zusammen mit seinem Chefkoch André Fröbel) als bestes Restaurant.  Wer da ein Déjà-vu hatte: so war's auch 2024 schon. Vom 6. Februar bis zum 15. März 2026 hatten 50 Restaurants in Dresden, Chemnitz, Leipzig und der umliegenden Region ihre Gäste eingeladen, eigens konzipierte Menüs zu verkosten und zu bewerten. Insgesamt 9.802 Stimmen wurden abgegeben, so viele wie nie zuvor. 

Nach dem kleinen französischen Restaurant, das schon seit 15 Jahren mitmacht, folgte auf dem zweiten Platz das „finesse by Elvis Herbek“, ebenfalls in Dresden beheimatet. Das Restaurant war Sieger der Kochsternstunden 2025 und gehört mit seiner siebten Teilnahme ebenfalls zu den etablierten Größen des Wettbewerbs. Den dritten Rang belegt mit „GIOIA“ aus Radebeul ein Neuling: Küchenchef Dennis Pentzold gelingt damit auf Anhieb der Sprung aufs Podium.

Knapp dahinter reihen sich zwei weitere Dresdner Betriebe ein. Das Restaurant Heiderand, im vergangenen Jahr mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, erreicht bei seiner zweiten Teilnahme erstmals eine Platzierung und landet auf Rang vier. Platz fünf geht an Mario Pattis mit seinem Restaurant „Feine Kost“, das ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist und sich nun erstmals unter den Besten behaupten kann.

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Neben der Küchenleistung wurde traditionell auch der Service gewürdigt. Nach Frank Ollhoff auf Platz 1 (im Vorjahr war er Zweiter) folgen Sandro Gärtner von der Lößnitztalschänke in Radebeul, der erstmals ausgezeichnet wurde, sowie Nicole Hieke vom „finesse“, die im vergangenen Jahr den ersten Rang belegte.

Eine eigene Kategorie bilden die Popup-Restaurants, die außerhalb der offiziellen Wertung laufen, den Wettbewerb jedoch konzeptionell bereichern. Als bestes Popup-Format wurde in diesem Jahr das „Dinnertable + Lounge“ von Verena Leister in Dresden ausgezeichnet, das zuletzt 2020 an den Kochsternstunden teilgenommen hatte.

Schirmherrin des Wettbewerbs, Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch, zeigte sich angesichts der Entwicklung entsprechend zufrieden. Die diesjährige Ausgabe habe alle bisherigen Rekorde übertroffen, betonte sie, und unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung als Aushängeschild für den Kultur- und Tourismusstandort Sachsen. Die große Resonanz sei ein klarer Beleg für die Wertschätzung von handwerklicher Qualität und kulinarischer Kreativität in der Region.

Auch die Zahlen untermauern diesen Befund. Insgesamt wurden 14.889 Menüs verkauft, was einem Durchschnitt von 297 Menüs pro Restaurant entspricht. Spitzenreiter bei den Verkaufszahlen war erneut das Dresdner Stresa Restaurant mit 932 verkauften Menüs. Projektleiterin Anne Zeumer von der DDV Mediengruppe spricht von einem weiteren Rekordjahr: Bereits 2025 hatten 45 Restaurants 11.390 Menüs umgesetzt, nun konnte dieses Ergebnis noch einmal deutlich gesteigert werden. Auch die Zahl der abgegebenen Bewertungen bleibt mit Blick auf das Vorjahr auf konstant hohem Niveau.

Die Grundlage für die Platzierungen bildete erneut das Bewertungssystem der Firma Spectos. Berücksichtigt wurden Kategorien wie Service, Kochkünste, Kreativität, Getränke, Ambiente und Preis-Leistungs-Verhältnis. Das größte Gewicht kam dabei der Frage nach dem Geschmack des Menüs zu. Ergänzend floss ein Mengenbonus in die Bewertung ein, der die verkauften Menüzahlen berücksichtigt. 

Info: kochsternstunden.de

Ulrich van Stipriaan
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Ulrich van Stipriaan

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