Die Wohnungsverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern Unterstützung bei der Umrüstung ihrer Immobilien. «Die Bestandswohnungen in den mitteldeutschen Bundesländern sind bezahlbar, aber zunehmend unter Druck: Die Kosten für energetische Sanierung und Barrierefreiheit steigen, während die Mieten niedrig bleiben», teilten Verbände aus den drei Ländern gemeinsam mit. Bei Mieten zwischen fünf und sechs Euro pro Quadratmeter sei es den Wohnungsunternehmen unmöglich, die geforderten Sanierungsstandards zu stemmen.
Gemeinsame Lösungen für Südosten gefordert
Bei den bestehenden Förderprogrammen sehen die Verbände Probleme in der Praxis und bieten den Regierungen in Dresden, Magdeburg und Erfurt einen Dialog an, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Sie seien zu punktuell, bürokratisch aufwendig und kaum kombinierbar. «Eine Förderpolitik nach Metropolenmaßstab verfehlt die Realität in Sachsen-Anhalt. Unsere Mietniveaus, unsere Städte und Dörfer brauchen eigene Instrumente – nicht abgespeckte Großstadtprogramme», sagte Jens Zillmann vom Verband der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e. V. (VdW).
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