Wegen eines Überangebots an Strom hat der Netzbetreiber Mitnetz voriges Jahr die Einspeisung von erneuerbaren Energien an 222 Tagen zeitweise gedrosselt. Insgesamt wurde 1.179 Mal eingegriffen, um eine Überlastung der Leitungen zu verhindern, wie das Unternehmen informierte.
Das ist ein Rückgang: 2024 gab es noch 1.277 Eingriffe an 225 Tagen. Das Netzgebiet erstreckt sich auf größere Teile Sachsens, Sachsen-Anhalts und Südbrandenburgs sowie kleinere Regionen in Thüringen.
Solche Eingriffe werden nötig, wenn die Sonne scheint und viel Wind weht und damit mehr Strom produziert als verbraucht wird. Dann müssen Solarparks und Windräder vom Netz genommen werden. Dafür erhalten die Betreiber den Angaben zufolge Ausgleichszahlungen. Insgesamt wurden in dem Gebiet gut 192 Gigawattstunden «abgeregelt», wie es im Jargon der Netzbetreiber heißt.