Die Verzögerung des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden um rund vier Jahre stößt auf Kritik. Die Deutsche Bahn teilte mit, alle Streckenabschnitte der Bauarbeiten an der zweiten Baustufe von Blankenfelde in Brandenburg bis Großenhain in Sachsen sollten nach früherer Planung 2029 in Betrieb gehen. Nun sollten fehlende Abschnitte beim Streckenausbau aber voraussichtlich erst Ende 2033 ans Netz gehen. Als Grund nennt die Bahn Anforderungen bei der Planung.
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach warf der Deutschen Bahn vor, die Leidtragenden seien wieder einmal Pendlerinnen und Pendler. «Die Bahn muss schnellstmöglich ihre Planungen so nachbessern, dass sowohl der Schutz sensibler Moore als auch ein verlässlicher Ausbau der Strecke Berlin–Dresden für die Fahrgäste gewährleistet sind», sagte der SPD-Politiker den «Potsdamer Neuesten Nachrichten».