Das Bundesverkehrsministerium sieht derzeit keine Perspektiven für einen zügigen Ausbau der Ostbahn von Berlin Richtung Polen. «Voraussetzung für einen Aufstieg in die für eine Bundesfinanzierung obligatorische Bedarfskategorie "vordringlicher Bedarf" wäre eine positive gesamtwirtschaftliche Bewertung», sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. «Ein Bedarf der Ostbahn für internationale Fern- und Güterverkehre über die bereits bestehenden Verbindungen hinaus ist (...) aber nicht erkennbar.»
Die Strecke (RB 26) ist auf deutscher Seite nicht elektrifiziert und abschnittsweise eingleisig. Derzeit ist die Strecke Berlin-Küstrin-Kietz im Bundesverkehrswegeplan als «potenzieller Bedarf» ausgewiesen. Dabei ging vor rund zwei Jahren eine neue Brücke über die Oder in Betrieb. Die Ostbahn kann auch als Ausweichstrecke von Bedeutung gewinnen, weil die Strecke Berlin-Frankfurt (Oder) in einigen Jahren modernisiert werden soll, was zu starken Verkehrsbehinderungen führen kann.