Hohe Anschaffungskosten und große Lücken im öffentlichen Ladenetz bremsen in Sachsen den Umstieg auf Elektro-Lkw im Güterverkehr - trotz hoher Dieselpreise. Der E-Lkw habe dort Potenzial, wo Transporte planbar seien - etwa im Regional- und Verteilerverkehr sowie im Werkverkehr mit festen Routen, erläuterte Dietmar von der Linde vom Verband des sächsischen Verkehrsgewerbes. «Im klassischen Fernverkehr bleibt der Einsatz derzeit schwierig, vor allem wegen fehlender Ladeinfrastruktur und begrenzter betrieblicher Flexibilität.»
«Der Diesel ist im Alltag nach wie vor das robustere System», konstatierte von der Linde. Aktuell machen den Spediteuren jedoch hohe Kraftstoffpreise infolge des Iran-Krieges massiv zu schaffen. Dadurch steige zwar das Interesse an Alternativen. Das führe aber nicht automatisch zur Anschaffung von E-Lkw. Im Gegenteil: Wegen der gestiegenen Kraftstoffkosten fehle es den Unternehmen an Geld, das sie für den Umstieg auf Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb bräuchten.