Der Schornstein war das Erste, was Peter Hoffmeister sah: eine Ruine in der Dresdner Johannstadt, zugewachsen, vergessen, einst eine Schokoladenfabrik. Für den Vorstandsvorsitzenden des Dresdner Kinderschutzbundes wurde sie sofort zum Symbol. «Als ich den Schornstein und auch die Mauern gesehen habe, dachte ich: Da kann man eine Schutzburg bauen, einen Schutzraum bauen für Kinder», sagt Hoffmeister heute beim Rundgang durch das Haus, das aus dieser Ruine entstanden ist. Von Weitem sichtbar sollte es sein und ein Ort für Kinder, Jugendliche und Familien im Stadtteil.
Seit etwa zweieinhalb Jahren gibt es sie nun. Für seine Vision hat sich Hoffmeister den Dresdner Architekten Alexander Pötzsch an seine Seite geholt und eine Ruine in eine Utopie verwandelt. Dafür wurden beide in dieser Woche mit dem Bundespreis Umwelt & Bauen ausgezeichnet, vergeben vom Umweltbundesamt und Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Der Weg dahin war alles andere als geradlinig, erinnert sich Hoffmeister.