CDU-Politiker: Kahlschlag bei VW betrifft ganz Sachsen
Der sächsische CDU-Politiker Marko Schiemann warnt vor dramatischen Verlusten der Autoindustrie am VW Standort Zwickau. «Dies ist keine Entwicklung, die sich allein auf die Region um Zwickau auswirkt, sondern auch auf Oberlausitzer Unternehmen Auswirkungen hat», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zulieferer in ganz Sachsen seien betroffen. Es drohe, zu einer Kettenreaktion zu kommen. «Beim dramatischen Arbeitsplatzverlust vor 30 Jahren haben mittelständische Unternehmen der Oberlausitz eine Chance in der Zulieferindustrie für die Autobauer gefunden», betonte Schiemann. Durch Fehler auf Führungsebene des Konzerns beim Umstieg auf die Elektromobilität seien in der Oberlausitz bereits 300 Jobs verloren gegangen. Firmen wie das Motorenwerk Cunewalde, PCS Cunewalde und der Werkzeugbau Doberschau seien geschlossen worden. «Ein erneuter Arbeitsplatzverlust ist für die Oberlausitz nicht zu akzeptieren», betonte Schiemann. Der VW-Konzern müsse die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge fortsetzen und dabei seiner Verantwortung gegenüber den Zulieferern gerecht werden. «Die Oberlausitzer Wirtschaft braucht Verlässlichkeit für die Zukunft.» Die IG Metall wehrt sich mit bundesweiten Aktionen gegen drohende Werksschließungen und einen weiteren Stellenabbau bei Volkswagen. Der VW-Aufsichtsrat wollte am Nachmittag zusammenkommen, um über neue Sparpläne für den Konzern zu beraten. Vier Werken droht die Schließung, darunter dem Standort Zwickau. VW ist der größte private Arbeitgeber in Sachsen. Allein in Zwickau sind 8.000 Mitarbeiter beschäftigt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten300 Arbeitsplätze in der Oberlausitz durch Krise bei VW verloren
Weiterer Verlust von Jobs in der Oberlausitz nicht hinnehmbar
Bundesweite Aktion gegen drohende Werksschließungen