Im Ringen um den Ausbau der Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz soll ein neues Gutachten mehr Klarheit zum Nordabschnitt bringen. Dazu wird aktuell eine Machbarkeitsuntersuchung durchgeführt, wie das Infrastrukturministerium der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Dazu habe die Deutsche Bahn ein externes Büro beauftragt, hieß es. Zu den konkreten Inhalten des Auftrags wurden öffentlich keine Angaben gemacht.
Die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz ist nicht nur für viele Pendler wichtig, sondern auch als Anbindung der Industrieregion Südwestsachsen an das Fernverkehrsnetz der Bahn. Zudem wird sie vom Güterverkehr genutzt. Doch als Reparation nach dem Zweiten Weltkrieg war einer der beiden Gleisstränge demontiert worden. Zudem gibt es keine Oberleitung.
Seit Jahren wird deswegen um einen zweigleisigen Ausbau samt Elektrifizierung gerungen. Dies soll einen 30-Minuten-Takt im Zugverkehr zwischen beiden Großstädten ermöglichen, ebenso wie Fernzüge bis nach Chemnitz.
Doch der Ausbau lässt noch Jahre auf sich warten. Nach jüngsten Aussagen des Infrastrukturministeriums sollen die Arbeiten für den Südabschnitt Geithain-Chemnitz 2032 beginnen und bis 2035 dauern. Dessen Finanzierung wird aus Geldern von Bund und Land bestritten.