Auch nach den Niederschlägen in der zweiten Augusthälfte bleibt der Wasserstand der Elbe in Sachsen zu niedrig für die Güterschifffahrt. Bei den Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) herrscht daher weiterhin Stillstand, wie Mandy Hofmann, Sprecherin des Unternehmens, sagte. Wann es weitergehen kann, sei noch nicht absehbar. Dafür müsse sich das Wetter grundlegend ändern und es auch in Tschechien dauerhaft regnen, erklärte Hofmann. Gewöhnlich wird der Güterverkehr auf der Oberelbe im September wieder aufgenommen. In diesem Jahr könnte sich der Start laut Hofmann nach hinten schieben. «Wir hoffen das Beste, aber wissen tun wir es nicht.» Für den Start muss der Wasserstand planbar und zuverlässig über einem Meter liegen, am Pegel Dresden sind es aktuell etwa 60 Zentimeter. Erst dann würden die Reedereien ihre Schiffe zurückverlegen, die aktuell in schiffbaren Fahrgebieten unterwegs sind, erläuterte Hofmann. Dass die Oberelbe im Sommer zu wenig Wasser für eine wirtschaftliche Güterschifffahrt führt, ist nicht außergewöhnlich. In diesem Jahr begann diese Periode jedoch bereits Ende April und damit außergewöhnlich früh. Schiffe blieben stecken, nicht alle Waren konnten auf Straße und Schiene verlegt werden. So stecken in Dresden noch immer Großraum- und Schwertransporte mit großen Maschinenteilen, Generatoren und Turbinen fest. Das abrupte Aus Ende April habe auch Importe betroffen, sagte Hofmann. «Auch in den Seehäfen liegen noch Schiffe, die es nicht rechtzeitig bis zu uns geschafft haben und ebenfalls nicht transportiert werden können.» Von den Lockerungen beim Sonntagsfahrverbot, die Sachsen und mehrere andere Bundesländer wegen des deutschlandweiten Niedrigwassers eingeführt hatten, profitieren die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe nicht. «Wir haben das Niedrigwasser ja nun schon seit Ende April. Wir haben damals die Transporte verlagert, soweit es eben ging», erläuterte Hofmann. Die Schwertransporte, die möglichst nicht auf die Schiene oder die Straße sollen, würden im Hafen auf das Wasser warten. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenBereits seit Ende April keine Güterschifffahrt
Sächsische Binnenhäfen profitieren nicht von Sonntagslockerungen