Der geplante Lithiumabbau im Osterzgebirge bietet laut einer neuen Analyse sowohl Chancen als auch Konfliktpotenzial. Einerseits bestehe die Aussicht auf neue Arbeitsplätze sowie wirtschaftliche und regionale Entwicklung, informierte die Landesdirektion Sachsen zum Abschluss der Raumverträglichkeitsprüfung. Dem stünden mögliche Auswirkungen für naturnahe Quellbereiche und Fließgewässer, den Wasserhaushalt sowie nahegelegene Kur- und Erholungsorte und das Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří gegenüber.
Ziel dieses Verfahrens sei es, frühzeitig Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden, erklärte Behördenchef Béla Bélafi. Rund 600 Bürgerinnen und Bürger hätten sich mit Hinweisen beteiligt, ebenso 50 öffentliche Stellen. «Das Ergebnis ist keine Entscheidung», betonte Bélafi. Zuständig für das Zulassungsverfahren sei das Oberbergamt.