Eine pauschales, gesetzliches Smartphone-Verbot auch in weiterführenden Schulen ist aus Sicht der zuständigen Minister aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Lösung. Das sagten die CDU-Politiker im Rahmen eines länderübergreifenden Austauschs am Freitag in Erfurt. «Es geht uns nicht um Verbotsdebatten, sondern es geht uns wirklich um Nutzungshinweise», sagte Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU). Die private Handynutzung an Schulen solle zwar nicht stattfinden. «Aber das Wie, das glaube ich, sollte man nicht im Ministerbüro entscheiden, das sollte man mit den Schulkonferenzen vor Ort entscheiden», so Tischner weiter.
Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU), der noch bis zum Sommer ein Gymnasium in Halle leitete, sieht die Schulen in einem Spannungsfeld. Man müsse anerkennen «dass das ein Teil unserer gegenwärtigen und modernen Art und Weise ist, zu leben und auf der anderen Seite einen verantwortungsvollen Umgang damit zu ermöglichen.» Das Land müsse den Rahmen und die Richtlinien vorgeben, auf deren Grundlage die Schulen Lösungen vor Ort aushandeln könnten.