Die Karibikinsel Curaçao dürfte den meisten Sachsen vor allem durch den gleichnamigen Orangenlikör bekannt sein. Doch spätestens zum WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag weckt sie großes Interesse hierzulande. Denn deren Mannschaft ist der erste Gegner des Teams um Kapitän Joshua Kimmich. Das Land ist zwar autonom, gehört aber zum Königreich Niederlande. Für einige Unternehmen in Sachsen ist es ein Absatzmarkt - wenn auch ein sehr kleiner.
In anderen Statistiken ist die Karibikinsel gänzlich unsichtbar. In den Arbeitsmarktdaten etwa werden die Einwohner mit zu den Niederländern gezählt, heißt es bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Von den 1,63 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen hatten demnach im vergangenen Jahr 507 einen niederländischen Pass. Ob und wie viele Curaçaoër darunter seien, lasse sich nicht ermitteln, so eine Sprecherin.
Kommen Touristen aus Curaçao nach Sachsen?
Auch im Tourismus ist unklar, ob hiesige Welterbestätten oder die prächtige Dresdner Altstadt Besucher aus Curaçao anlocken. Die Insel werde nicht einzeln betrachtet, heißt es bei der Tourismus Marketing Gesellschaft. Sie zähle zur Herkunftsregion Mittelamerika und Karibik. Von dort kamen im vergangenen Jahr insgesamt 3.300 Gäste in den Freistaat - und blieben im Schnitt 2,1 Tage.
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