Strompreise unter null Euro und zeitweise kostenloses Laden des Elektroautos: Solche Situationen treten in Deutschland inzwischen immer häufiger auf - und könnten nach Einschätzung der Energiebörse EEX künftig zum Alltag gehören. «Das ist kein Marktversagen oder irgend so was, ganz im Gegenteil, es ist ein gutes Preissignal, weil es Anreize für Flexibilität schafft», sagte EEX-Chef Peter Reitz bei der Präsentation der Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 in Leipzig.
EEX profitiert von mehr Handel
Die in Leipzig ansässige EEX organisiert den Handel mit Strom, Gas und CO2-Zertifikaten und gilt als größte Strombörse weltweit. Die Gruppe steigerte ihre Erlöse im vergangenen Jahr um 10 Prozent auf 737 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 17 Prozent auf 394 Millionen Euro zu. Treiber waren vor allem gestiegene Handelsvolumina - auch wegen größerer Unsicherheiten an den Energiemärkten.
Neue Produkte geplant
Für das laufende Jahr plant die Börse neue Strom-Futures, also Termingeschäfte zur Absicherung von Strompreisen, etwa in Belgien und Japan, sowie zusätzliche Laufzeiten im Gashandel. Zudem soll der Handel mit Emissionszertifikaten ausgeweitet werden.
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