Angesichts explodierender Kosten soll laut einer neuen Machbarkeitsstudie der Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig abgespeckt werden. Demnach ist im Nordabschnitt Leipzig-Geithain nur noch auf rund 24 von 44 Kilometern ein zweites Gleis vorgesehen, wie die Deutsche Bahn AG und das Infrastrukturministerium informierten. Die Elektrifizierung soll komplett in ein anderes Finanzierungsprogramm ausgelagert werden. Daran müsste sich das Land dann mit einem Eigenanteil von mindestens 15 Millionen Euro beteiligen.
Seit Jahren wird für den Ausbau der Bahnstrecke gekämpft. Infolge von Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg ist sie nur noch eingleisig, zudem hat sie keine Oberleitung. Deswegen kann sie nicht für den Fernverkehr genutzt werden und stößt an Kapazitätsgrenzen. Den Angaben zufolge ist sie aktuell zu 140 Prozent ausgelastet. Vereinzelte Störungen haben so regelmäßig größere Auswirkungen. Die Strecke wird nicht nur von vielen Pendlern genutzt, sondern ist für die Industrieregion Chemnitz auch die Verbindung zum Bahnknotenpunkt Leipzig samt Bahnfernverkehr.