Die sächsische Taxibranche hofft auf eine schnelle Rückkehr zu Mindesttarifen für Uber und andere Mietwagenanbieter in Leipzig. «Nur dann kann ein fairer Wettbewerb stattfinden», sagte der Vorsitzende des Landesverbands Sächsischer Taxi- und Mietwagenunternehmen, Jan Kepper. In der Stadt hatten für kurze Zeit solche Tarife gegolten, dann wurde eine entsprechende Allgemeinverfügung nach einem Rechtsstreit aber aufgehoben. Er gehe davon aus, dass sie bald wieder aktiviert werde, sagte Kepper.
Forderung: Mindestentgelte auch präventiv festsetzen
In Dresden oder Chemnitz gebe es seines Wissens aktuell keine Pläne wie in Leipzig oder Heidelberg, sagte Kepper weiter. «Das hängt damit zusammen, dass die Mitbewerber dort noch nicht am Start sind.» In Leipzig seien durch die Präsenz von Uber schon «gewisse Nachteile» für das Taxigewerbe entstanden.
Generell plädierte er dafür, solche Mindestentgelte auch präventiv festzulegen. Das Taxigewerbe unterliege viel mehr gesetzlichen Pflichten als der Mietwagenverkehr. Das mache eine Taxifahrt auch teurer. «Über den Preis ist der Wettbewerb nicht zu gewinnen. Das führt dazu, dass Taxiverkehr irgendwann nicht mehr stattfinden wird», sagte Kepper.
Daher müsse im Vorfeld verhindert werden, dass große Unternehmen lokale Märkte zerstören und am Ende Monopolstellungen haben: «Wenn sich der Preis nur noch an Angebot und Nachfrage orientiert, dann bezahlt man zu Spitzenzeiten eben das zehnfache», warnte er.