Großer Unmut bei Volkswagen in Sachsen: Die Mitarbeiter müssen um die für Jahresende geplante Integration in die Volkswagen AG bangen. Die Gewerkschaft IG Metall spricht von einem «schwerwiegenden Vertrauensbruch». Das Unternehmen gehe damit auf Konfrontationskurs mit allen VW-Beschäftigten in Sachsen, sagte der Leiter des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto.
«An der Zukunft der hoch produktiven Standorte in Sachsen darf nach wie vor nicht gerüttelt werden», mahnte Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Er erwarte, dass Volkswagen zu den eingegangenen Verpflichtungen stehe.
«Dieser Vertragsbruch ist ein Schlag ins Gesicht aller VW-Beschäftigten in Sachsen», ergänzte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Volkswagen Sachsen GmbH, Thomas Aehlig. «Die Empörung und die Wut in der Belegschaft sind groß. Wir werden den VW-Managern sehr deutlich machen, dass wir so nicht mit uns umgehen lassen.» Die Kolleginnen und Kollegen in Zwickau seien stinksauer, berichtete auch der dortige Betriebsratsvorsitzende Mario Albert. «Einen einseitigen Vertragsbruch können wir nicht akzeptieren.»