Bekämpfung von Schwarzarbeit und Drogenschmuggel, Bewältigung der Paketflut im Onlinehandel - der deutsche Zoll soll für seine Aufgaben besser ausgestattet werden. In diesem Jahr würden 1.500 Stellen zusätzlich geschaffen, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei der Vorstellung der Jahresbilanz auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Derzeit hat der Zoll bundesweit rund 49.000 Beschäftigte.
Immer mehr Pakete mit Billigware aus China
Klingbeil sieht vor allem wegen der Billigwaren aus China Handlungsbedarf. «Es ist ein Problem, dass die chinesische Ramschware unsere Märkte überflutet», sagte der Minister. Er verwies als Gegenmaßnahme auf die Abschaffung der Zollfreigrenze für Pakete mit einem Wert unter 150 Euro, die ab Juli in Kraft treten soll. Spätestens im November solle dann auf EU-Ebene noch eine Gebühr hinzukommen. Die neuen Regeln betreffen etwa Online-Händler wie Shein, Temu, AliExpress oder auch Amazon. Es müsse jedoch auch unter Umwelt- und Verbraucherschutzgesichtspunkten kritischer auf die Billigwaren geschaut werden, so Klingbeil.