Es war eines der schlimmsten Busunglücke der vergangenen Jahre: Vier Frauen sterben bei einem Unfall mit einem Flixbus auf der Autobahn 9 bei Leipzig, 46 weitere Fahrgäste werden verletzt, einige von ihnen schwer. Nun steht in Leipzig der Strafprozess gegen den Busfahrer an.
Was war passiert?
Am 27. März 2024 macht sich gegen 08.00 Uhr ein Doppelstockbus auf den Weg von Berlin nach Zürich. An Bord sind 54 Menschen, darunter zwei Busfahrer. Auf der A9 bei Leipzig verliert der Fahrer die Kontrolle über den Flixbus. Das Fahrzeug pflügt rund 100 Meter über den Grünstreifen, walzt Gebüsche sowie kleinere Bäume nieder und stürzt schließlich auf die Seite. Mehrere Hubschrauber landen auf der Autobahn, Krankenwagen rasen zur Unfallstelle zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz.
Erst nach drei Stunden konnte das verunglückte Fahrzeug mit Hilfe von Gurten aufgerichtet und die Toten sowie Verletzten aus dem Innenraum geholt werden. Dabei hatten mobile Sichtschutzwände die Aktion abgeschirmt. Krankenhäuser in der Umgebung hatten sich für einen Großeinsatz gewappnet, um Patienten aufzunehmen.