Tommaso Giacomel konnte bei den Erinnerungen an seinen gestorbenen Freund Sivert Bakken seine Tränen nicht zurückhalten. «Es geht auf und ab. Ich habe viele negative Gedanken, vor allem abends, wenn ich ins Bett gehe und die Augen zumache», sagte der italienische Biathlet bei einer Presserunde in Oberhof. «Aber ich habe Glück, dass ich zu Hause meine Freundin und meine Familie habe. Sie sind eine große Hilfe, ohne sie wäre es noch viel härter.»
Am Donnerstag (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) absolvieren die Skijäger mit dem Sprint beim Weltcup in Oberhof das erste Rennen nach dem plötzlichen Tod des Norwegers. Bakkens Teamkollege Johan-Olav Botn hatte den 27-Jährigen am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer in Lavazé gefunden. Er trug bei seinem Auffinden eine Höhenmaske. Die Norweger waren zum Höhentraining in Italien. Die Ergebnisse der Autopsie könnten erst Anfang März vorliegen.