Die Kunstsammlungen Chemnitz spannen dieses Jahr mit ihren Ausstellungen einen Bogen zwischen großen Utopien und Alltäglichem. So bereitet das Museum Gunzenhauser eine dreiteilige Reihe zum Thema Essen vor. Ausgehend von Evas Apfel und der Muttermilch geht es dabei etwa um den Zusammenhang von Geschlechterrollen und Essen, aber auch um Rituale und die Verbindung von Kultur, Religion und Identität, erklärte Museumsleiterin Anja Richter. Denn Essen sei weit mehr als Nahrungsaufnahme.
Die Kunstsammlungen am Theaterplatz läuten den neuen Ausstellungsreigen unter dem Titel «Utopia. Recht auf Hoffnung» am 11. April ein. In Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg werden dann Positionen zeitgenössischer Kunst, die angesichts globaler Krisen konkrete Ideen für ein gerechteres und nachhaltigeres Zusammenleben entwerfen, sagte Generaldirektorin Florence Thurmes. In einer Zeit der Polykrisen mit Kriegen, Umweltverschmutzung und Genoziden gehe es darum, groß darüber nachzudenken, wie die wir besser zusammenleben können. «Diese Weitsicht fehlt oft, weil alle nur aufs Smartphone oder Tablet schauen.»