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Bier für den Hofer Schlappentag kommt ab 2027 aus Sachsen

Bier für den Hofer Schlappentag kommt ab 2027 aus Sachsen
Das Schlappenbier wird eigens für den Hofer Schlappentag eingebraut. (Archivbild) / Foto: Daniel Vogl/dpa
Von: DieSachsen News
Der Schlappentag ist immaterielles Kulturerbe und für viele Hoferinnen und Hofer in etwa so wichtig wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Nur das Schlappenbier, das kommt bald nicht mehr aus Hof.

Das Hofer Schlappenbier kommt bald nicht mehr aus Hof. Die Veranstalter des Schlappentags wollen an der Zusammenarbeit mit der Scherdel-Brauerei festhalten, obwohl deren Standort Hof Ende 2026 aus wirtschaftlichen Gründen schließen soll. Das Bier für den Schlappentag soll dann in Neuensalz im sächsischen Vogtlandkreis gebraut werden.

Die Privilegierte Scheiben-Schützen-Gesellschaft in Hof (PSSG) als Veranstalterin des Schlappentags erklärte, man habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Zumal eine in Hof ansässige Brauerei sich ebenfalls beworben hatte, das spezielle Bier künftig einzubrauen. Man sei überzeugt, dass das Schlappenbier auch künftig trotz des neuen Brauorts den hohen Ansprüchen genügen werde, hieß es.

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Ein Fest mit großer Tradition

Der Hofer Schlappentag ist eines der ältesten Schützen- und Handwerkerfeste Deutschlands. Gefeiert wird jedes Jahr eine Woche nach dem Pfingstmontag - heuer also am 1. Juni. Neben einem Schützenwettbewerb und einem großen Umzug gehört das speziell für diesen Tag eingebraute Schlappenbier zu den traditionellen Elementen des Festes. Der Hofer Schlappentag ist seit 2019 Immaterielles Kulturerbe.

Im vergangenen Herbst hatte die Kulmbacher Gruppe als Eignerin von Scherdel bekanntgegeben, den Standort Hof aufzugeben. Ende 2026 soll die traditionsreiche Braustätte schließen. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei nicht mehr möglich, hatte es geheißen. Kulmbacher hatte Scherdel 2003 nach einer Insolvenz der Scherdel Privatbrauerei übernommen.

Der Bierkonsum geht in Deutschland schon seit Jahren zurück. Zugleich steigen die Rohstoffpreise. Das setzt viele Brauereien unter Druck.

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