Der Kampf gegen Auswirkungen des Klimawandels geht in den Anlagen der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) auch nach Ende eines Modellprojektes weiter. Seit 2022 waren insgesamt drei Millionen Euro Fördermittel des Bundes und des Freistaates in das Vorhaben geflossen. «Trockenheit, steigende Temperaturen, anhaltende Hitze, sinkende Niederschläge, sinkende Grundwasserstände und zunehmende Starkwetterereignisse schwächen den Altbaumbestand. Ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen werden die oft hunderte Jahre alten, denkmalgeschützten Anlagen nicht mehr zu retten sein», schilderte der Staatsbetrieb die Lage.
Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität
Das Projekt «Klimawandel in historischen Gärten» umfasste drei Gebiete. Bei dem Modul «Boden-Wasser-Baum» wurde eine Baumschule im Großen Garten von Dresden und eine Fläche für die Züchtung von Gehölzen in Pillnitz eingerichtet. Im Großen Garten wurde zudem eine Anlage installiert, die gehäckselte Resthölzer zur Verbesserung der Bodenqualität verwertet. Bei Neupflanzungen setzt man künftig auf Pflanzenkohle. Sie hat einen Schwammeffekt, kann ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser und Nährstoffen speichern und langsam wieder abgeben. In Pillnitz wurden zwei Wasserbrunnen gebaut, die die Versorgung in Trockenperioden absichern.
Prototypen helfen bei Bewässerung im Schlosspark Pillnitz
Im Modul «Robotik» wurde zusammen mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden der Prototyp eines halbautonomen Gießroboters für den Schlosspark Pillnitz entwickelt. «Gießbert» und «Gießela» - so die Namen der Roboter - sollen bei der Bewässerung der 500 Kübelpflanzen helfen. Nun sucht man einen Partner, der den Prototypen weiterentwickelt, ihn zertifizierten lässt und zur Serienreife bringt. «Historische Parkanlagen in ganz Deutschland haben die bisherige Entwicklung verfolgt und Interesse an dem serienreifen Produkt signalisiert», teilten die SGB mit. Das Modul «Kommunikation» begleitete das Projekt in Form von Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen.
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