Die Leipziger Buchmesse steht in diesem Jahr unter dem Eindruck eines schwächelnden Buchmarktes und erhitzter kulturpolitischer Debatten. 2025 war der Buchhandelsumsatz um 2,9 Prozent um Vergleich zum Vorjahr gesunken. «Auch im aktuellen Jahr 2026 erreichen die Umsätze noch nicht das Vorjahresniveau», sagte Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, vor Beginn des Branchentreffs. Das Konsumklima sei sehr schlecht.
Stabile Ausstellerzahlen bei der Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse selbst zeigt sich in den bewegten Zeiten robust. Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner sagte, es seien in diesem Jahr 2.044 Aussteller in Leipzig dabei (Vorjahr: 2.040 Aussteller). Sie kommen aus 54 Ländern. Die Ausstellungsfläche sei leicht ausgeweitet worden. «Wachsende Fläche, stabile Ausstellerzahlen - das ist keine Selbstverständlichkeit in einem Markt, der unter Druck steht», erklärte Buhl-Wagner.
Die nach Frankfurt zweitgrößte Buchmesse öffnet von Donnerstag bis Sonntag ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher. Die Veranstalter rechnen mit rund 300.000 Gästen auf der Messe um dem dazugehörigen Lesefestival «Leipzig liest». Statt eines Gastlandes hat die Messe in diesem Jahr ein sogenanntes Fokusthema ausgewählt: Der Donauraum wird Thema in zahlreichen Buchvorstellungen und Diskussionsrunden sein.
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