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Sie sind, wer Sie schon immer sein wollten

17.12.2018 von

Foto: www.pixabay.com / LeandroDeCarvalho

Heute habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr Schnee in unserer Region gesehen. Beim Anblick der weißen Pracht hüpfte mein Herz so sehr, dass ich beim Schreiben direkt noch einmal das Bild zur Hand nehme, dass mir solche Freude machte. Ich kann förmlich meine kalte Nasenspitze und das Knirschen des Schnees unter meinen Füßen spüren und fühle Ruhe und Friedlichkeit in mir aufsteigen.
Das Bild erreichte mich mit der Botschaft: „Ich hasse den Winter“. Während ich also das Bild eines Winter-Wunderlands in den Händen hielt, wurde es eigentlich als Beweisaufnahme des Schreckens versendet. Wie genau sich das für die Absenderin anfühlt kann ich leider nicht so gut wiedergeben, wie meine eigenen Empfindungen, aber ich vertraue einfach darauf, dass Sie eine der beiden Haltungen sehr genau nachempfinden können.

Beide Haltungen sind meiner Meinung nach übrigens richtig. Und sie liefern mir eine Steilvorlage für mein heutiges Thema, denn sie zeigen, wie unsere Gedanken unsere Wirklichkeit formen. Denn es handelt sich um ein und dasselbe Bild, ich könnte auch sagen, ein und dieselbe Welt, und doch zwei völlig verschiedene Wirklichkeiten. Alles was ist, ist also nur Ausdruck unserer Vorstellungen, die wir durch unsere selektive Wahrnehmung und unser Handeln zur Wirklichkeit werden lassen. Das gilt auch für uns selbst.

Diese Vorstellungen sind nicht bewusst entstanden. Sie haben sich im Laufe unseres Lebens durch unser Umfeld gebildet. Wenn diese Vorstellungen nun aber erst einmal fest genug verwurzelt sind, tun wir alles dafür, dass sie bestätigt werden und passen unser Leben an diese Vorstellungen an. Wir stürzen uns auf Erfahrungen, die genau das eintreten lassen, was zu unserem Weltbild passt oder nehmen eben nur die Dinge im Leben wahr, die uns bestätigen: „Siehst du, das ist genau so, wie ich es schon immer glaube.“
Das tun wir, weil unser Denken und Handeln immer möglichst gut mit der Welt übereinstimmen sollen.

Wie verschieden die immer gleiche Welt aber eben doch sein kann, das hat das einfache Beispiel am Anfang des Artikels hoffentlich gut zeigen können. Da die Welt immer gleich ist, können wir demnach "nur" unsere individuelle Wirklichkeit ändern. Das gelingt uns, indem wir unsere Vorstellungen verändern.
Was jedoch viele Jahre brauchte, um zu reifen, können wir nicht einfach so umformen oder abschalten. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht lautet jedoch: Wir können bewusst neue Vorstellungen erschaffen, so viele wir wollen. Und wenn sie nur überzeugend genug sind, werden es die bestehenden Vorstellungen schwer haben, sich weiterhin durchzusetzen. Denn auch für die neuen Vorstellungen gilt, dass Sie zwangsweise immer die Dinge wahrnehmen und die Erfahrungen anziehen werden, die Ihre Vorstellungen bestätigen. Und auf einmal ist der schreckliche Winter wunderschön oder Sie sind in der Lage genau das zu schaffen, was Sie sich im Moment noch nicht zutrauen.

Wenn Sie den Winter hassen, bitte, hassen Sie ihn auch weiterhin. Doch wenn Sie aktuell der Meinung sind, dass Sie es nicht schaffen können, einen großen Traum in Ihrem Leben zu verwirklichen, dann machen Sie sich bitte bewusst, dass es genau dieser (Ihr eigener) Glaube ist, der der Grund dafür ist, dass Sie bis heute Recht behalten haben. Ändern Sie ganz bewusst Ihre Einstellung, dann verändert sich automatisch Ihr Verhalten und letztendlich auch Ihre Wirklichkeit.

Ihre Doreen Wolf

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