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Schockanrufe in Flöha und Lauter-Bernsbach: Betrüger erbeuten 90.000 Euro

Schockanrufe in Flöha und Lauter-Bernsbach: Betrüger erbeuten 90.000 Euro
Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Telefonbetrüger haben in Flöha und Lauter-Bernsbach mit Schockanrufen insgesamt 90.000 Euro erbeutet. Die Polizei meldete zudem weitere Betrugsversuche in der Region, bei denen es aber zu keinem Schaden kam.

(2644) Telefonbetrüger treiben derzeit wieder ihr Unwesen. Die Polizeidirektion Chemnitz verzeichnet aktuell eine Häufung sogenannter Schockanrufe. In Flöha und Lauter-Bernsbach erbeuteten die Täter in den vergangenen Tagen insgesamt 90.000 Euro.

Seniorin in Bernsbach unter Druck gesetzt

Eine Seniorin aus Bernsbach hatte am Montagabend einen Anruf erhalten. Unbekannte Anrufer gaben an, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, wobei ein kleines Mädchen schwer verletzt worden sei. Insgesamt vier Frauen und Männer wechselten sich bei dem Telefonat ab, darunter auch ein angeblicher Arzt.

Die Täter konnten die Frau in dem über eine Stunde andauernden Gespräch von der Tragödie überzeugen und davon, dass für die Behandlung des verletzten Mädchens eine Geldsumme in Höhe von 50.000 Euro fällig sei. Die unter Druck gesetzte Seniorin übergab letztlich 30.000 Euro, die sie aufbringen konnte. Dafür erschien gegen 21:00 Uhr ein etwa 25- bis 30-jähriger, blonder Mann an ihrer Wohnanschrift nahe der Thälmannstraße und nahm das Geld wortlos entgegen.

Auch Frau aus Flöha betroffen

Mit einem schweren Verkehrsunfall wurde am Mittwochnachmittag auch eine über 90-jährige Frau aus Flöha konfrontiert. Ein unbekannter Anrufer gab vor, ihr Sohn habe einen Verkehrsunfall verursacht und eine junge Frau schwer verletzt. In dem Fall forderten die Anrufer von der Seniorin eine Kaution in Höhe von 100.000 Euro, damit ihr Sohn nicht ins Gefängnis müsse.

Wieder setzten die Täter die Angerufene unter Druck, betonten mehrfach, dass die Kaution bis zum Abend bezahlt werden müsse und das Telefonat nicht beendet werden dürfe. Bis zur Übergabe an ihrer Wohnungstür hielten sie ihr Opfer in der Leitung. Die Geschädigte gab einem unbekannten Abholer gegen 14:45 Uhr in der Lessingstraße 60.000 Euro. Er war etwa 1,70 Meter groß, trug eine Jogginghose sowie Basecap und wirkte ungepflegt.

Weitere Anrufe ohne Schaden

Am Mittwoch sind der Polizei noch etwa 20 weitere Betrugsanrufe gemeldet worden von Anwohnern aus Brand-Erbisdorf, Großschirma, Penig, Annaberg-Buchholz, Geyer, Thermalbad Wiesenbad, Sehmatal, Jöhstadt und Schlettau. Die Täter gingen dabei mit verschiedenen Maschen vor und gaben sich unter anderem als Ärzte, Bankmitarbeiter oder Polizisten aus.

Zu einem Schaden kam es in den Fällen nicht, da die Telefonate frühzeitig beendet worden waren.

Polizei gibt Verhaltenstipps

Die Polizei rät, bei überraschenden Anrufen mit schockierenden Nachrichten besonders skeptisch zu sein. Betroffene sollten sich nicht überrumpeln lassen und kein Geld an Fremde übergeben. Außerdem sollten sich Bürger und Angehörige über Betrugsmaschen wie «Schockanruf» und «falscher Polizeibeamter» informieren. Informationen dazu sind auf der Internetseite der Polizei Sachsen zu finden: https://www.polizei.sachsen.de/de/101060.htm. (ds)

Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.