Eltern von Kita-Kindern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mussten sich am Mittwoch erneut Einschränkungen bei der Betreuung hinnehmen. Mehr als 1000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst waren nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dem Aufruf eines ganztägigen Warnstreiks gefolgt. Zu der zentralen Kundgebung in Leipzig waren am Vormittag etwa 500 Erzieherinnen und Erzieher angereist, sagte ein Gewerkschaftssprecher.
Die Gesellschaft brauche die Motivation der pädagogischen Fachkräfte, sagte Uschi Kruse, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Sachsen. «Wir alle haben ein Interesse daran, dass junge Menschen die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst attraktiv finden und sich für sie entscheiden».
Von den Beschäftigten werde ein überdurchschnittliches Engagement verlangt, betonte Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt. «Und wenn es nicht gleich ein 100-Milliarden-Programm für Chancengleichheit in der Bildung ist, vielleicht würde es für den Anfang schon reichen, wenn für die Bildung mindestens genauso viel ausgegeben wird, wie für die Ausstattung der Bundeswehr.» Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen, betonte, dass die Arbeitgeber jetzt gefordert seien, die Rahmenbedingungen für gute Bildung zu verbessern. «Je prekärer die Rahmenbedingungen, umso größer die Einschränkungen beim Bildungs- und Erziehungsauftrag.»