Wegen der schleppenden Tarifverhandlungen haben die Beschäftigten mehrerer Brauereien der Radeberger-Gruppe in Sachsen vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Nacht- und Frühschicht des Freiberger Brauhauses, der Radeberger Brauerei, der Sternburg Brauerei in Leipzig und der Krostitzer Brauerei hätten mit großer Beteiligung an dem Warnstreik teilgenommen, teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit.
Hintergrund ist demnach die ergebnislose Tarifrunde für die Brauwirtschaft Sachsen-Thüringen am Donnerstag. Die Arbeitsgeberseite habe anders als in anderen Tarifgebieten kein Angebot vorgelegt. In Bayern sei bereits eine Lohnerhöhung vereinbart.
«Für das Null-Angebot der Arbeitgeber gibt es Null-Verständnis bei den Brauerei-Beschäftigten», sagte NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig laut Mitteilung. «Erstmals seit über 30 Jahren wird in der sächsischen Brauindustrie wieder gestreikt und die Beschäftigten sind auch bereit, länger die Arbeit niederzulegen.»